Rezepte mit Tradition

Die Österreichische Küche wird oft mit der Wiener Küche gleichgesetzt, jedoch bietet die traditionelle Kochkunst Österreichs viele regionale Ausprägungen, die meist im Zusammenhang mit der Kochtradition der k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn stehen. Neben den eigenständigen regionalen Traditionen wurde die österreichische Küche von  Ungarn, Böhmen und Norditalien beeinflusst. Gerichte und Zubereitungsarten wurden oft übernommen, integriert und angepasst. International bekannt ist sie vor allem für ihre Mehl- und Süßspeisen sowie für Gerichte wie den Tafelspitz oder das Wiener Schnitzel.

Bauernkrapfen mit Marmelade

Tradition mit Geschmack

Die Faschingskrapfen gehören zum traditionellen Brauchtumsgebäck in der Faschingszeit. Die kleinen Gebäckstücke werden klassisch in heißem Schmalz frittiert und mit feiner Marillenmarmelade gefüllt. In der bäuerlichen Küche erleichtert man sich die Zubereitung, indem die Marmelade nicht in den Teig, sondern in eine kleine Mulde an der Oberfläche des Krapfens gefüllt wird.

Bereits im Mittelalter findet sich auf klösterlichen Speisezetteln ein Siedegebäck namens Craphun, das sich zu einem Festtagsgebäck vor der Fastenzeit entwickelte. Je nach Land werden Krapfen in vielen verschiedenen Varianten sowohl süß wie pikant zubereitet und erhalten regionaltypische Bezeichnungen.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.

Bärlauch Spinatknödel mit Parmesan und zerlassener Butter

Parmesan – ein Italiener mit französischen Wurzeln

Parmesan ist eine aus dem Französischen stammende Kurzbezeichnung und ein im deutschsprachigen Raum verwendeter Handelsname für Parmigiano-Reggiano. Der Käse aus der italienischen Region Emilia-Romagna (und einem kleinen Bereich der Lombardei) wird heute mit denselben Methoden und nach den strengen Regeln hergestellt, wie schon vor 900 Jahren; Eine der letzten nennenswerten Veränderungen des Herstellungsverfahrens fand 1890 statt: Der Käser und Forscher Giuseppe Notari führte die Verwendung von Molke ein, wodurch eine starke Reduzierung der Abfallproduktion (vorher 20-50 % Ausschuss) erreicht werden konnte.

Parmesan ist ein in vielfältiger Weise einsetzbarer Hartkäse, der besonders als Reibkäse für italienische Gerichte verwendet wird. Jährlich werden ca. 3 Millionen Laibe Käse hergestellt, wovon nur ein Fünftel in den Export gelangt. Den köstlichen Rest verspeisen die Italiener am liebsten selbst.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.

Gefüllte Paprika mit Tomatensauce

Paprika – ein Geschenk aus Amerika

Vor der Entdeckung Amerikas war Paprika in Europa vollkommen unbekannt. Als historisch gesichert gilt, dass der Arzt der die Kolumbus Expedition begleitete, Paprikasamen aus Zentralamerika nach Europa brachte. Die Entdecker fanden dort den scharfen Ahnen unserer heuten Paprika.

Innerhalb Europas köchelte in ungarischen Kesseln längst schon der feurige Paprika und die Hirten bedeckten ihren Speck mit einer dicken Schicht Paprikapulver. In Deutschland und Österreich erlangte der Paprika erst nach dem II. Weltkrieg seine hohe Popularität.

Insbesondere durch die in diesen Ländern lebenden Italiener, Spanier, Griechen, Türken und Ungarn gelang dem Paprikagemüse der Einzug in die heimische Küche.  Die verschiedenen Paprika unterscheiden sich nicht im Geschmack voneinander. Die Paprika-Früchte sind sehr formen- und farbenreich. Von schmal-zylindrisch bis kugelig gibt es viele Erscheinungsbilder.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.

Bärlauchcremesuppe

Bärlauch – der Knoblauch für feine Gaumen

Bärlauch, bitte nicht zu verwechseln mit dem ähnlichen Maiglöckchen, wurde in den letzten Jahren zu einem wichtigen Kräutlein in der Küche. Es erlebte eine wahre Renaissance. Woher der Name stammt ist unklar, einem Glauben zufolge haben Bären das Gewächs nach deren Winterschlaf gegessen.

Der Bärlauch wächst bereits im Februar und März üppig im Wald und ist aufgrund seines kräftigen Duftes nach Knoblauch auch für Laien leicht zu finden. Er ist nicht nur ein beliebtes Gewürz in der Küche, sondern auch bekannt als Heilmittel, weil er die Verdauung fördert, und die Durchblutung unterstützt. Auch in der gehobenen Gastronomie hat der Bärlauch wieder Eingang gefunden.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.

Gefüllter Kohlrabi mit Paprikaschaum und Kümmelerdäpfel

Der Kohlrabi – die Wiener Kohlrübe

Der Kohlrabi wird in Wien auch Kohlrübe aufgrund der eigentlichen Herkunftsbezeichnung genannt. Die Form der Knolle kann kugelig, plattrund oder oval sein, die Farbe der Schale weißlich, weißgrün bis kräftig grün, rötlich oder violett.

Der Anbau von Kohlrabi im Gewächshaus ist besonders in den Niederlanden, in Deutschland, der Schweiz und Österreich verbreitet. So kann er auch im Winter frisch geerntet werden. Kohlrabiblätter können wie anderes Blattgemüse verwendet werden. In Teilen Frankreichs werden die Knollen gehobelt und wie Sauerkraut konserviert.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.

Fruchtsalat mit exotischen Früchten

Die fruchtigen Weltenbummler

Der Boden in unserem Land ist glücklicherweise sehr nährstoffreich und sehr viele verschiedene Obst und Gemüsesorten gedeihen in unseren Obstgärten. Als die Menschen begannen, fremde Länder wie Asien, Afrika und Lateinamerika zu bereisen, wollten sie auch den Reichtum an Früchten nach Europa holen.

Anders als Zucker, Kaffee oder Gewürze kamen die Früchte allerdings als Kolonialware nicht in Betracht. Deshalb gab es in Europa Bestrebungen, vor Ort in Gewächshäusern die fremden Früchte zu kultivieren. Die Orangerien der Fürsten- und Königshöfe waren die Orte, in denen sich die Exoten trafen. Heute finden wir Kiwi, Bananen, Ananas, Mango, Limette, Kokosnuss und Melone in den Regalen der heimischen Geschäfte.

Exotische Früchte sind sehr reich an Vitaminen und helfen uns besonders die kalte Herbst – und Winterzeit ohne Erkältung zu überstehen.

Und hier das Rezept zum Nachkochen.